Mitochondrien, winzig klein und doch sehr wichtig für unsere Gesundheit

Dr. Heinz-Christian Kuche
Head Coach Balance & Vitality
Eine Close-Up Aufnahme einer Körperzelle
Inhaltsverzeichnis:
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Mitochondrien, Mitochondriopathie und der bioenergetische Gesundheitsindex: Wie Coaching ein stabiles vegetatives Nervensystem und dadurch die Gesundheit fördern kann

Mitochondrien sind kleine potente Kraftwerke in unseren Zellen. Sie sind für die Umwandlung von Nahrung in Energie verantwortlich.
Eine Mitochondriopathie ist eine Störung in der Funktion der Mitochondrien, die zu einer Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen führen kann. In diesem Artikel erfahren wir mehr über die Rolle der Mitochondrien für die Gesundheit und auch über die Auswirkungen einer Mitochondriopathie auf den Körper. Wir lernen den bioenergetischen Gesundheitsindex als Diagnostik-Tool kennen und untersuchen den Einfluss eines stabilen vegetativen Nervensystems auf die Mitochondrienfunktion und wie ein Coaching dies befördern kann.

Mitochondrien und ihre Rolle für die Gesundheit

Mitochondrien sind Organellen (also Untereinheiten der Zelle), die in allen menschlichen Zellen zu finden sind – die einzige Ausnahme machen die roten Blutkörperchen.
Wir können uns die Mitochondrien als kleine Kraftwerke vorstellen, die unsere Energie erzeugen, indem sie das sogenannte Adenosintriphosphat, kurz ATP, herstellen. Es dient als Energiequelle für die meisten zellulären Prozesse.
Darüber hinaus spielen Mitochondrien auch noch eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Zellstoffwechsels, der Zelldifferenzierung und der Apoptose, dem programmierten Zelltod (notwendig z.B., um die Größe und Zellzahl eines Organs aufrecht zu erhalten).

Der Prozess zur Herstellung von ATP aus Nahrungsmitteln und Sauerstoff wird oxidative Phosphorylierung genannt. Dieser Vorgang erfordert die Zusammenarbeit vieler Proteine und Enzyme. Eine Störung in diesem Prozess kann zu einer Abnahme der ATP-Produktion führen, was sich auf viele Gewebe und Organe im Körper auswirken kann.

Mitochondriopathie und ihre Auswirkungen auf den Körper

Eine Mitochondriopathie ist eine Störung in der Funktion der Mitochondrien, die durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden kann.
Dazu zählen Umweltgifte (Schwermetalle, Pestizide, Insektizide, Wohngifte, Putzmittel, Kosmetika) Nanopartikel, aber auch Medikamente wie Antibiotika, Infektionen und genetische Mutationen. Außerdem wird auch Stress und psychischer Druck als Verursacher gesehen.
Die Symptome einer Mitochondriopathie können von milden Beschwerden wie Müdigkeit und Muskelschwäche bis hin zu schweren Erkrankungen wie neurodegenerativen Erkrankungen, Herzerkrankungen und Krebs reichen.
Sicher ist, dass stark energieabhängige Organe besonders betroffen sind.
Seit langem wird außerdem vermutet, dass eine mitochondriale Dysfunktion bei der Entstehung des Chronischen Fatigue Syndroms (CFS) und der Myalgischen Encephalopathie (ME) eine entscheidende Rolle spielt.


Letztere ist eine der häufigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Mitochondriopathie und ist durch eine Abnahme der ATP-Produktion im Gehirn und den Muskeln gekennzeichnet. Die Symptome können Krampfanfälle, Müdigkeit, Muskelschwäche, Koordinationsstörungen und Sehstörungen umfassen.

Eine Mitochondriopathie kann auch das Immunsystem beeinflussen und zu einem erhöhten Risiko für Infektionen und Entzündungen führen. Es gibt Hinweise darauf, dass Mitochondrien auch eine Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen spielen können.

Es zeigt sich also ein geradezu „buntes Bild“ an möglichen negativen Auswirkungen, wenn die Mitochondrien in unseren Zellen nicht richtig funktionieren.
Umso wichtiger ist es, sich mehr damit zu befassen, wie eine nicht genetisch bedingte Schädigung vermieden werden kann.
Herausfinden, wie es steht: Der Bioenergetische Gesundheitsindex als Diagnostik-Tool

Der bioenergetische Gesundheitsindex ist ein Diagnostik-Tool, das entwickelt wurde, um die Funktion der Mitochondrien zu bewerten. Es wurde von Dr. Lee Know, einem Biochemiker und Autor des Buches "Mitochondrien und der bioenergetische Gesundheitsindex", entwickelt. Der bioenergetische Gesundheitsindex basiert auf einer Blutuntersuchung, die den Gehalt an verschiedenen Biomarkern im Blut misst, die mit der Mitochondrienfunktion in Verbindung stehen.

Die Ergebnisse des bioenergetischen Gesundheitsindex können helfen, die zugrunde liegenden Ursachen von Symptomen und Erkrankungen zu identifizieren und geeignete Therapien zu empfehlen.
Eine Abnahme des bioenergetischen Gesundheitsindex kann auf eine Störung der Mitochondrienfunktion hinweisen, die behandelt werden muss.

Was die Medizin tun kann: Therapieoptionen für Mitochondriopathien

Es gibt verschiedene Therapieansätze zur Behandlung für Mitochondriopathien, die dazu beitragen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Hierzu ist eine Analyse der Mikronährstoffe und Enzyme notwendig und eine entsprechende Substitution, die intravenös und auch oral erfolgen kann, um damit die ATP-Produktion zu unterstützen.

Andere Therapieoptionen sind zum Beispiel der Einsatz von Antioxidantien, die helfen können, den oxidativen Stress zu reduzieren, der Mitochondrien schädigen kann (als oxidativen Stress bezeichnet man einen Zustand im Stoffwechsel, bei dem durch Oxidation Schäden an Zellen oder deren Funktionen entstehen. Er wird vor allem durch Rauchen, Alkohol und Drogen. Vitalstoffarme Ernährung. Übermäßiger Zuckerkonsum verursacht.)
Oder aber die Verwendung von Medikamenten, die auf spezifische Stoffwechselwege abzielen.

Auch eine Therapie, die als Höhentraining bekannt ist oder auch unter dem Namen Intervall-Hyperoxie-Hypoxie-Training verbreitet ist, zeigt gute Erfolge.

Was man selbst tun kann: Stabilisierung des vegetativen Nervensystems durch Coaching

Das vegetative Nervensystem, das aus dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem besteht, spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation der Mitochondrienfunktion.
Sympathikus und Parasympathikus sind in vieler Hinsicht Gegenspieler. Während der Sympathikus die „fight and flight“-Aktivitätssteigerung im Organismus in Gang setzt, löst der Parasympathikus „rest and digest“, also den Ruhe und Regenerations-Zustand aus.
Eine anhaltende Überaktivität des sympathischen Nervensystems , wie sie durch Stress ausgelöst wird, kann zu einer Unterdrückung der Mitochondrienfunktion führen, während eine Aktivierung des parasympathischen Nervensystems die Mitochondrienfunktion fördern kann.

Ein Coaching kann dabei helfen, das Gleichgewicht zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem zu fördern und eine stabilere Funktion des vegetativen Nervensystems zu erreichen. Erreicht werden kann dies durch psychologische Methoden.
Hier einige Beispiele:

Ursachen erkennen:

  • Äußere, unpassende Umstände
  • und/oder innere hinderliche Grundüberzeugungen
  • Themen sortieren / Chaos entwirren / Rollen klären

Perspektivenwechsel herstellen:

  • Reframing
  • Optionen / „Blick auf die freie Strecke“

Selbstwirksamkeit aufbauen:

  • Wunderfrage / Entspannung fühlen und ankern
  • „Antidot“ / neues „Mantra“ entwickeln
  • Haupt-Stressoren aktiv minimieren

Selbstreflexion etablieren:

  • Auszeiten einrichten / Abstand / Situations-Betrachtung aus der Distanz
  • Innere Auseinandersetzung pflegen (Austausch mit Vertrauensperson/ aufschreiben)

Was Coaching tun kann

Oder aber du lässt dich durch ein gezieltes Balance&Vitality-Coaching unterstützen. Es arbeitet primär-prophylaktisch (also schon bevor eine Krankheit eintritt) und salutogen (also Gesundheit erhaltend) und es setzt an den Hebeln an, die du selbst in der Hand hast, aber vielleicht noch nicht erkennst. Es ist auch dann sehr sinnvoll, wenn es dir schwerfällt, Verhaltensweisen aufzugeben, von denen du weißt, dass sie dir nicht guttun und dafür neue Rhythmen und Rituale in deinem Leben zu etablieren. In diesem Fall ist das begleitende Coaching eine große Hilfe, damit du dranbleibst und einen neuen gesünderen Lebensstil festigst.

All dies wird dazu beitragen, die Mitochondrienfunktion zu verbessern und die Symptome einer Mitochondriopathie zu lindern.

Fazit

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen und spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit. Eine Störung in der Mitochondrienfunktion, die als Mitochondriopathie bezeichnet wird, kann zu einer Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen führen. Der bioenergetische Gesundheitsindex kann als Diagnostik-Tool verwendet werden, um die Funktion der Mitochondrien zu bewerten und geeignete Therapien zu empfehlen.

Es gibt verschiedene Therapieoptionen, die dazu beitragen können, die Symptome von Mitochondriopathien zu lindern, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten, die auf die Mitochondrienfunktion abzielen.

Und: Eine Stabilisierung des vegetativen Nervensystems durch ein Coaching kann auch dazu beitragen, die Mitochondrienfunktion zu verbessern.

Es ist wichtig zu beachten, dass Mitochondriopathien oft schwer zu diagnostizieren und zu behandeln sind, da sie eine komplexe Ursache haben und von vielen Faktoren beeinflusst werden können. Es ist daher von größter Bedeutung, dass Patienten mit Mitochondriopathien von erfahrenen Fachleuten betreut werden, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Patienten eingehen können.

Insgesamt sind Mitochondrien ein faszinierendes und wichtiges Thema für die Gesundheit, und es gibt viel Forschung, die darauf abzielt, die Funktion der Mitochondrien zu verstehen und effektive Therapien für Mitochondriopathien zu entwickeln.
Der bioenergetische Gesundheitsindex und die Stabilisierung des vegetativen Nervensystems durch einen Coach können wichtige Instrumente sein, um die Gesundheit der Mitochondrien zu verbessern und damit die Gesamtgesundheit des Körpers zu fördern.

Quellen:

"Mitochondrien und der bioenergetische Gesundheitsindex" von Dr. Lee Know
"The role of mitochondrial dysfunction in diseases and health" von Weiwei Fang et al. (2015) in Cell Death & Disease
"Mindfulness-based yoga during pregnancy for psychiatrically at-risk women: A pilot study" von Yu Wei et al. (2017) in Complementary Therapies in Clinical Practice
"Mitochondrial Medicine" von Richard A. Gatti et al. (2015) in Current Topics in Developmental Biology
"Mitochondrial Disorders Overview" von MedlinePlus (National Library of Medicine)
Institut für Medizinische Immunologie Charité: „Chronisches Fatigue-Syndrom“, C. Scheibenbogen et al, Hans Marseille Verlag GmbH München 2014

Literatur

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